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    <title>11.07.2009: Hilfe für kranken Denis</title>
    <description>Tore für einen guten Zweck! Wenn der 1. FC Lok heute (14 Uhr) in Beuna (Saalekreis) aufläuft, spielt der Fußball nur eine untergeordnete Rolle.
Denn in erster Linie soll Geld eingespielt werden, um dem leukämiekranken Denis (7) zu helfen. „Als die Anfrage kam, haben wir keinen Moment gezögert, zugesagt", erklärt Lok-Präsident Steffen Kubald. „Wir werden ihm auch noch ein unterschriebenes Trikot schenken." Diese „Loksche" hat Herz.
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    <title>11.07.2009: Gehört das „Bruno“ bald Lok?</title>
    <description>Am kommenden Sonnabend, 18 Uhr, steigt das „Ablösespiel“ für Leipzigs Fußball-Helden René Adler im Zentralstadion. Wenn der 1. FC Lok Glück hat, wird Leverkusens Star-Keeper auch seinen zurückgetretenen Spezi Bernd Schneider zu einem Einsatz überreden. Eingetütet wurde der Kick von VfB-Insolvenzverwalter Friedbert Striewe, der die Einnahmen so verteilt: Die Stadion-Betreiber kassieren Miete, die Gläubiger des über die Wupper gegangenen VfB werden bedacht, außerdem fließt Geld in die Lok-Kassen. Freibiergesichter sind nicht erwünscht. „Das Spiel ist keine Verbands-Veranstaltung“, sagt Striewe. „Verbands- oder Schiedsrichterausweise berechtigen nicht zum freien Eintritt. Aus Insolvenz rechtlichen Gründen gibt’s auch sonst keine Freikarten.“
Im Zusammenhang mit dem Einstieg von RB Leipzig und vorangegangenen rechtlichen Auskünften durch den Verband spricht Striewe von einer Doppelzüngigkeit. „Mir gegenüber hat der Verband jede Mitwirkung abgelehnt, um die Behauptung, der FC Sachsen habe nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom VfB Leipzig die komplette Jugendabteilung übernommen, auch nur durch einen Zweizeiler klarzustellen.“ Erklärung des Verbandes: Die Beratung von Nichtmitgliedern (gemeint ist der VfB) ist nicht vorgesehen. Striewe fragt: „War RB Leipzig bereits vor der Gründung Mitglied?“ Sportgerichts-Chef Stephan Oberholz hält dagegen: „Es ging um rechtliche Auskünfte an den SSV Markranstädt.“
Unterdessen ist ein Mega-Deal rund ums Plache-Stadion in der Mache, werden Verhandlungen über einen Verkauf des riesigen Areals an Lok beziehungsweise eine Klub nahe Besitzgesellschaft angebahnt. Die erstrangig im Grundbuch eingetragene Bank fordert 300 000 Euro. Der 1. FC Lok, der in den vergangenen Jahren 130 000 Euro an Pacht bezahlt hat, hält einen Kaufpreis von unter 200 000 Euro für angemessen. Das Rathaus ist zustimmungspflichtig.
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    <title>10.07.2009: Lok Verteidiger Köllner musste unters Messer</title>
    <description>Das tut dem ganzen 1. FC Lok weh! Anton Köllner (22) wurde gestern im Leipziger Klinikum am Johannisplatz operiert. Dabei wurden ihm mehrere Eiterherde am Schienbein entfernt. Gut möglich, dass der Stammverteidiger nun mindestens drei Monate ausfällt. Was für eine Hiobsbotschaft für den Oberligisten! „Möglich, dass wir auf seiner Position nun noch mal reagieren müssen", schnauft Präsident Steffen Kubald.
Blöd auch, dass mit Rico Engler (22) ein weiterer Mann zum Saisonstart ausfällt. Der Stürmer wurde nach seiner roten Karte im letzten Spiel der Vorsaison gegen Eilenburg (2:2) für zwei Spiele gesperrt. In Aue und gegen Erfurt schaut er also zu.
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    <title>10.07.2009: In der Findungsphase  - 1. FC Lok: Sieg in Brachstedt, Ausfall von Köllner</title>
    <description>Vier Tore, zwei Siege, einer davon gegen einen Oberliga-Kontrahenten – der erste Test des 1. FC Lok am Mittwochabend beim Turnier um den Autohaus-Bergmann-Cup in Brachstedt geht als gelungen durch. 
Für Statistiker: Die Leipziger besiegten Oberligist VfL Halle 2:1, gewannen gegen Verbandsligist Blau-Weiß Brachstedt 2:0, jede Partie dauerte 45 Minuten. Die Lok-Treffer erzielten Paul Stöbe, Rico Engler, Ralf Schreiber und Kevin Adam.
Was sagen nun die ersten 90 Minuten über die Qualität des 1. FC Lok, Jahrgang 2009/10? Laut Jörg Seydler nicht viel. „Die Ergebnisse sollte man nicht überbewerten, die sind in Testspielen ohnehin nebensächlich“, meint der Coach. „Wir sind doch noch in der Findungsphase. Ich muss mir einen Überblick verschaffen, wer wo spielen kann, wie wir harmonieren.“ So ganz ohne Wert war der erste Lok-Auftritt für ihn aber dann doch nicht. „Der Sieg gegen Halle, immerhin ein Oberliga-Kontrahent, tut der Moral auf jeden Fall gut“, räumt Seydler ein. „Und für den Einstieg war das insgesamt schon ganz okay.“ Dennoch ist der Lok-Coach nicht zu beneiden, immerhin neun neue Spieler muss er integrieren. „Man kann da schon von einer Umwälzung reden“, findet der 52-Jährige.
Kurzfristig muss wohl weiter umgewälzt werden. Weil Anton Köllner offenbar lange ausfällt – der Innenverteidiger leidet an einer Knochenentzündung und musste operiert werden – besteht in der Defensive dringend Handlungsbedarf. „Aber wenn wir noch jemanden holen, sollte das auch eine absolute Verstärkung sein. Doch das ist eine Frage der Finanzen“, sagt der Trainer. Ziel bleibe, Leute aus dem eigenen Verein heranzuführen. Da scheint Lok eigentlich gut aufgestellt, der Aufstieg der ruhmreichen A-Jugend in die Bundesliga ist in bester Erinnerung. Doch Seydler gibt zu bedenken: „Die A-Jugend hat in der Regionalliga gespielt. Bis zu den Männern in der Oberliga ist es ein großer Schritt, ein sehr großer.“
Beim SV Beuna (morgen, 14 Uhr) steht der nächste Test an. Danach geht‘s in Trainingslager in die Niederlande. Hört sich gut an, zumal Lok das Camp spendiert bekommt. Ganz glücklich ist Coach Seydler dennoch nicht: „Wäre eigentlich ideal fürs Teambuilding. Aber leider können nicht alle mit. Fünf der Jungs müssen zu Hause bleiben, wegen des Jobs oder diverser Prüfungen.“ Die Findungsphase bei Lok könnte sich hinziehen.
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    <title>09.07.2009: Paul Stöbe sieht bei Lok gute Perspektiven </title>
    <description>Als Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee im Dezember 2001 die Leipziger Bewerbung für die Fußball-WM 2006 präsentierte, hatte er ein 11-jähriges VfB-Talent an seiner Seite: Paul Stöbe. Der ist inzwischen 19, sammelte beim FC Sachsen Regionalliga-Erfahrung und spielt in der neuen Saison für den 1. FC Lok in der Oberliga.
Paul muss heute lächeln, wenn er an seine Zeit als „Kinderstar“ denkt. „Das waren unvergessliche Erlebnisse.“ Im April 2002 fuhr er mit Tiefensee nach Frankfurt/Main. Dort erhielt Leipzig den WM-Zuschlag, dort stand der Knabe neben Fifa-Chef Sepp Blatter und Fußball-Legenden wie Franz Beckenbauer und Michel Platini, plauderte vor TV-Kameras schlagfertig über seine ehrgeizigen Ziele, den FC Bayern und vielleicht schon die WM-Teilnahme 2010. „Ich war furchtbar aufgeregt, aber die haben mir alle sehr geholfen.“ Den frühen Ruhm hat er nie als Belastung empfunden. Neider gab es nicht, und er profitierte sogar von seinem Ausflug in die Weltöffentlichkeit. „Früher hatte ich in der Schule immer Bammel vor Leistungskontrollen, das war wie weggeblasen, ich bin lockerer geworden, hatte vor nichts mehr Angst.“
Promi-Fotos von damals hängen jetzt im Wohnzimmer der Stöbes. Paul lebt noch bei seinen Eltern. Vater Mike, einst Bezirksliga-Kicker, und Mutter Kathrin, ehemals Rennkanutin, beraten den Sohn, achten darauf, dass er auf dem Teppich bleibt. Und sie sind stolz auf ihn, auch wenn es nicht zur ganz großen Karriere gereicht hat.
„Jeder Junge will doch mal Profi werden, will zu den Bayern und in die Nationalmannschaft“, sagt Paul, „aber man merkt dann später, wie schwierig das ist.“ Ganz gestorben sind seine Träume noch nicht. „Miro Klose stand doch in Kaiserslautern auch lange im Fanblock, plötzlich war er in der Bundesliga-Mannschaft und bei der WM.“
Paul Stöbe begann beim LSC 1901 in der Pistorisstraße mit dem Fußball, schoss in einer Saison 60 Tore, wechselte mit 10 Jahren zum VfB und nach der zweiten Probstheidaer Insolvenz 2004 ins Nachwuchszentrum des FC Sachsen, stieg mit der B-Jugend auf, spielte im Mittelfeld Junioren-Bundesliga. „Besonders von Trainer Arvid Neumann habe ich viel gelernt.“ Am Sportgymnasium machte er Abitur, und als es in Leutzsch kriselte, die Spieler ausgingen, durfte er unter Dirk Heyne viermal bei den Männern in der Regionalliga ran. „Das erste Spiel war das 0:0 in Magdeburg vor 10 000 Zuschauern “, erinnert er sich, „es war okay, aber für mich auch eine Riesenumstellung in Tempo, Athletik und Zweikampfhärte, da muss ich noch deutlich zulegen.“
Fünf „schöne Jahre“ hatte er beim FC Sachsen, doch nach der Insolvenz sah er woanders bessere Perspektiven. Auswärtige Angebote schlug er aus. „Ich wollte in Leipzig bleiben, möchte hier Sportwissenschaft studieren, die Berufsausbildung ist mir wichtiger als Geld.“ So kehrte er nach Probstheida zurück, unterschrieb bei Lok für zwei Jahre. „Leistung bringen, in der Ober-liga Fuß fassen, mich auf meiner Lieblingsposition hinter den Spitzen durchsetzen“, beschreibt er seine Ambitionen, „Lok hat viele Zuschauer, ist eine große Bühne, das macht Spaß.“
Sein Vorbild ist der Brasilianer Kaka. Paul bewundert dessen Eleganz und Torgefährlichkeit. Dass Kaka jetzt vom AC Mailand für 65 Millionen Euro Ablöse zu Real wechselte, dass Cristiano Ronaldo in Madrid 33 000 Euro pro Tag verdienen wird, bezeichnet Paul als Irrsinn. „Das ist doch eine Beleidigung gegenüber allen Leuten, die hart arbeiten müssen, hat keine Relation mehr zum normalen Leben.“ Dessen Schattenseiten hat er in seinem Zivildienst kennen gelernt. Nach drei Monaten in einem Behinderten-Heim sagt er: „Ich sehe jetzt manches anders, das waren wertvolle Erfahrungen.“
Dass Red Bull jetzt den Leipziger Fußball aufmischt, Lok und FC Sachsen mit finanzieller Übermacht das Wasser abgräbt, betrachtet er mit gemischten Gefühlen. „Für die Fans ist das nicht so schön, für Leipzig und die Region ist es interessant und sicher eine Chance auf hochklassigen Fußball. Aber für mich ist jetzt erst mal Lok wichtig.“ Paul Stöbe ist auf dem Weg, und wohin dieser führt, ungewiss. Bei Beckenbauer, Platini und Blatter war er ja schon.
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    <title>07.07.2009: Jülich ist der neue Lok-Kapitän </title>
    <description>Zehn Spieler sind weg, neun Neue (inkl. drei Talenten aus der A-Jugend) kamen. Klar, dass sich der neue 1. FC Lok erst finden muss.
„Ich will erst ein Gefühl dafür bekommen, was für uns drin ist", sagt Trainer Jörg Seydler (53). „Dann können wir auch über das Saisonziel reden." Nach Platz drei im letzten Jahr weiß er aber: „Die Erwartungshaltung ist groß." Fest steht schon mal: Torsten Jülich (34) wird Holger Krauß (zu TuS Leutzsch) als Kapitän beerben. „Er hat die Erfahrung, muss seine Führungsrolle künftig aber noch intensiver interpretieren", fordert der Coach. Morgen (ab 18 Uhr) tritt die „Loksche" beim SEAT-Cup in Brachstedt an. Turnier-Gegner ist neben dem Gastgeber auch Oberliga-Konkurrent VfL Halle. Mittelfeldmann Alexander Kunert fällt aus, nachdem er sich wiederum einen Muskelfaserriss zugezogen hat.
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    <title>07.07.2009: Aufstieg mit Magenschmerzen </title>
    <description>Es gibt immer ein Aber. Im Fall von Andreas Schmidt heißt dieses Aber: Überforderung. Schmidt trainiert die A-Jugend des FC Lok Leipzig und hatte am Saisonende eigentlich einen guten Grund zu feiern: Seine Mannschaft war nach einem 4:1 in der Relegation gegen SG FSV Wacker 03 Gotha wieder in die Regionalliga aufgestiegen – die bundesweit zweithöchste Spielklasse, in der die Lok-Junioren bis zum Abstieg in der vergangenen Saison schon einmal für vier Jahre vertreten waren. „Natürlich freue ich mich darüber“, sagt Schmidt, „aber trotzdem habe ich Magenschmerzen beim Gedanken an das, was uns dort erwartet.“
Übermächtige Gegner zum Beispiel, die nur über Einsatz und Kampfbereitschaft zu bezwingen sind. Spiele, in denen die Lok-Junioren alle Anstrengungen auf die Defensive richten müssen, um die Chance auf zumindest einen Punkt zu haben. „Für die Entwicklung junger Spieler ist das ein Problem“, sagt Schmidt, „man muss sie zwar fordern, darf sie aber auf keinen Fall überfordern.“ Nur wenn ein Spieler die Technik, die er im Training lernt, auch im Spiel anwenden könne, habe er die Chance, sich zu entwickeln.
Schmidt weiß, dass er sich mit solchen Aussagen nicht nur Freunde macht. Im Jugendfußball herrsche viel zu oft kurzfristiges Ergebnis-Denken: „Wenn wir gegen Hertha 1:1 spielen, aber die Jungs nicht ein einziges Mal kombinieren konnten, ist das für die Spieler kein Fortschritt“.
Das Argument, dass mit der höheren Liga auch neue und bessere Spieler zum Verein stoßen könnten, lässt er nicht gelten. „Sobald es mal nicht läuft, sind die genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.“ Ein weiteres Problem: Auswärtige Top-Talente werden von vielen Vereinen mit tollen Wohnungen oder anderen Annehmlichkeiten geködert, Lok kann da kaum mithalten. „Es geht letztlich ums Geld“, sagt Schmidt. Geld, das Lok nicht hat. Das gilt für die Jugend wie für die erste Mannschaft. „Deshalb ist gute Jugendarbeit die Lebensgrundlage des Vereins.“
Eine Grundlage, die ins Wanken geraten könnte. Lok fehlen jene Millionen, die zum Beispiel Red Bull in den neuen Verein Rasenballsport Leipzig pumpt. Setzt RB im Nachwuchs Akzente, könnten die Talente bald dorthin strömen. Schmidt sieht das gelassen: „Da mache ich mir keine Gedanken darüber – noch weiß niemand, ob das klappt.“ Zunächst steht die neue Saison an. Und trotz drohender Überforderung ist Schmidt ein Trainer, der den Erfolg will und einen Plan hat. „So ein Aufstieg ist immer eine Wundertüte“, sagt er. Was drin steckt, wisse niemand und positive Überraschungen gebe es immer wieder – mehr will Schmidt nicht verraten.
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    <title>06.07.2009: Nun doch! Lok holt HFC-Verteidiger Werner </title>
    <description>Lok-Präsident Steffen Kubald hat sich für eine Woche an die Ostsee abgeseilt - Familienurlaub auf Rügen. Zuvor tütete er noch den letzten Neuzugang ein. Jens Werner (26), Verteidiger vom Halleschen FC, kommt nun doch zum Oberligisten. Wurde kurzfristig möglich, weil der FC Lok David Quidzinski von der Gehaltsliste bekam. Kubald: „Wir haben den Vertrag aufgelöst." Der lief ursprünglich noch bis 2010. Quidzinski wechselt nun wohl zum Oberligal Aufsteiger VfL Halle.
Werner ist der sechste Neuzugang. „Und dabei wird es auch bleiben", so Kubald.
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    <title>06.07.2009: Lok holt Hallenser Jens Werner</title>
    <description>Die Transfer-Aktivitäten des 1. FC Lok Leipzig sind zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt beendet. Gestern einigte sich der Oberligist mit Jens Werner, 26, der vom Halleschen FC kommt, auf einen Einjahresvertrag. David Quidzinski verlässt dagegen die Blau-Gelben, soll mit dem VfL Halle in Verbindung stehen. Am Mittwoch nimmt Lok an einem Blitzturnier in Brachstedt teil, trifft dort auf Gastgeber Blau-Weiß Brachstedt und den VfL Halle.
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    <title>05.07.2009: Bei Lok rollt der Ball wieder</title>
    <description>Der Ball rollt wieder beim 1. FC Lok Leipzig: Am Mittwochabend bat Coach Jörg Seydler zum ersten Training der Saisonvorbereitung.
Es ist einiges neu am 1. FC Lok Leipzig der Saison 2009/10 - wohlbekannte Gesichter wie Holger Krauß, Rene Ledwoch oder Marcel Hensgen fehlen; dafür stehen neue Namen im Mittelpunkt. Der 26jährige Reimund Linkert zum Beispiel, geholt vom FC Eilenburg, ein Mann fürs offensive Mittelfeld, oder Innenverteidiger Markus Krug (gekommen vom Halleschen FC). Dazu waren noch die Ex-FC Sachsen-Kicker Paul Stöbe und Marcus Brodkorb sowie Offensivmann Erol Gugna von Blau-Weiß Leipzig mit von der Partie. Weiterhin stießen mit Alexander Czempik, Steffen Fritzsch und Albrecht Brumme drei Talente aus der A-Jugend zur ersten
Mannschaft. Den ersten Test kann man am Mittwoch beim Dreier-Turnier in Brachstedt erleben. Die weiteren Termine: 11. Juli auswärts beim TSV Leuna, 14. Juli auswärts beim 1. FC Kleve, 18. Juli im Zentralstadion gegen Bayer Leverkusen und 22. Juli auswärts bei Blau-Weiß Farnstädt. Saisoneröffnung ist am 25. Juli im heimischen Bruno-Plache-Stadion gegen Fortuna Chemnitz.
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    <title>04.07.2009: Lok gegen Heynckes, Adler und Co.</title>
    <description>Die Uhr tickt, das erste Leipziger Fußball-Highlight der Saison rückt näher. Am 18. Juli empfängt der 1. FC Lok das Werksteam von Bayer Leverkusen! Auf der Bank des Pokal-Finalisten wird Trainer-Dino Jupp Heynckes sitzen, der vertragsgemäß alle Asse mit ins Zentralstadion bringt. Also auch den im schönen Leipzig geschlüpften Nationaltorhüter René Adler. Hintergrund des Knallers ist ein Vertragswerk zwischen dem VfB Leipzig und Bayer in der Angelegenheit Adler. Als der Keeper im Sommer 2000 von der Pleiße an den Rhein wechselte, brachte das dem VfB dünne 20 000 Mark Ausbildungsentschädigung. Darüber hinaus wurde geregelt, wie künftige Heldentaten des Supertalentes zu behandeln und zu entgelten sind. Mit der 2. Insolvenz 2004 war das Vertragswerk hinfällig, Bayer aller Sorgen ledig. Friedbert Striewe, Insolvenzverwalter des VfB und Geburtshelfer des 1. FC Lok, appellierte an den Bayer-Sportsgeist, hatte Erfolg.
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    <title>02.07.2009: Hildebrandt im Test, Werner kommt nicht </title>
    <description>100 Kiebitze verfolgten den gestrigen Trainingsstart des 1. FC Lok. 20 Spieler tummelten sich auf dem Rasen. Mit dabei die fünf Neuen (Stöbe, Brodkorb, Gugna, Krug und Linkert), zudem Probespieler Raik Hildebrandt (23). Der Mann fürs zentrale Mittelfeld spielte einst in Meuselwitz und Plauen, zuletzt beim Oberliga-Rivalen Pößneck. David Quidzinski dagegen fehlte. Er soll sich trotz Vertrag einen neuen Verein suchen. Mit Jens Werner (26, Hallescher FC) wurde gestern eigentlich auch Verstärkung Nummer sechs erwartet. Doch offenbar konnte sich der Klub mit dem Verteidiger finanziell nicht einigen. Kein Wunder, wenn man diesen Gerüchten glauben darf: Die Spieler sollen zum Teil noch auf Prämienzahlungen aus der Vorsaison warten...
Nach 102 Minuten beendete Trainer Jörg Seydler die erste Einheit.
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    <title>02.07.2009: Die Lok dampft wieder </title>
    <description>Sie schwitzen wieder, die Fußballer des 1. FC Lok. Gestern bat Coach Jörg Seydler, 52, zur ersten Trainingseinheit. Weil im Plache-Stadion in selbstloser Eigenregie heftig gewerkelt wird, um das „Bruno“ Oberliga-bettfein zu machen, fand der Auftakt auf einem der wunderbaren Nebenplätze statt.
Rund 200 Fans blickten in die Abendsonne, fahndeten vergebens nach fünf Kaderaktivisten. Alexander Jahr, Steven Aßmann, Albrecht Brumme, Alexander Czempik fehlten verletzt, der Sportkamerad Kevin Adam urlaubt noch. Mit der neuen Saison bricht eine Zeitenwende an, siehe Trikot-Nummer 17. Die „17“ trug jahrelang Lok-Routinier Holger Krauß, der im Mai seinen emotionalen Abschied gab. Jetzt hat Jungfuchs Steffen Fritzsch, just der A-Jugend entwachsen, die „17“ abgestaubt.
Dass Coach Jörg Seydler der Jugend eine Chance gibt, ist bei seiner Vita als Ex-Nachwuchs-Koordinator klar. Nicht nur der drahtige Fritzsch ist mittendrin im Gewusel, auch A-Jugend-Keeper Lukas Wurster mengt mit. Der junge Mann ist ein später Spätstarter, turnte (!) bis vor zwei Jahren, wurde erst dann Torwart. Erster Eindruck: Der Spätberufene ist biegsam und schnell wie ein Katze. „Das kann einer werden“, glaubt Steffen Kubalds Filius Tim, der zu jedem Lok-Kicker fast alles weiß.
Tims Erzeuger Steffen, seines Zeichens Lok-Chef, lehnt derweil neben Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn entspannt an der rostigen Platzbegrenzung, berichtet gut gelaunt von zwei Sponsorenverträgen, die in den kommenden Tagen eingetütet werden. Die Botschaft ist klar: Unsere Förderer bleiben treu. Komme was und wer wolle.
Wer wird angesichts der hochpotenten Bullen-Zucht im idyllischen Markranstädt eigentlich Meister? „Wir!“, sagt Lok-Fan Dirk Neumann, 36, der in seine 25. Saison als Anhänger der Blau-Gelben geht. Red Bull? Nur eine Sternschnuppe, ein vorübergehendes Ärgernis, glaubt Neumann. „Wenn die mal zwei Jahre hintereinander nicht aufsteigen, hauen die hier ab. Dann ist wieder viel Geld im Leipziger Bermuda-Dreieck verschwunden.“
Nachbar Bernd gießt mit Blick aufs Ösi-Engagement Öl ins Feuer. „Scheiß-Kommerz, das hat doch nix mehr mit Fußball zu tun.“ Bernd hat eine rabenschwarze Vision, die so geht: „Irgendwann spielt RB Leipzig im Zentralstadion gegen Bayern München. Vor 4000 Zuschauern. Vor dem Stadion steigt eine Party mit 70 000 Fans in Blau-Gelb und Grün-Weiß.“ Wahrscheinlich inniglich vereint und Händchen haltend. Die Gedanken sind frei.
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    <title>30.06.2009: Hensgen will nur 6 Monate spielen </title>
    <description>Morgen (17.30 Uhr/ Plache-Stadion) startet Oberligist 1. FC Lok in die neue Saison. Ob beim Trainingsauftakt auch Defensiv-Spezialist Marcel Hensgen (27, Foto) dabei sein wird, ist mehr als fraglich. Grund: Der aufstrebende Grundschullehrer (1. Staatsexamen mit Note 2,0 bestanden) pokert um einen Halbjahresvertrag (!). Marcel erklärt: „In der Winterpause will ich für sechs Monate nach Australien. Ein work and travel-Visium ist schon beantragt." Fest steht dagegen: Aus der A-Jugend rücken die Talente Albrecht Brumme (19) und Steffen Fritzsch (18) auf. Dazu verlängerte Mittelfeldmann Steven Aßmann (21).
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    <title>01.07.2009: Trainingsstart mit 21 Mann</title>
    <description>Als erster Oberligist aus unserer Region steigt heute (17.30 Uhr) der 1. FC Lok ins Training ein. 21 Kicker werden erwartet - darunter die (bisher) fünf Neuen Krug, Stöbe, Brodkorb, Gugna und Linkert. 
Trainer Jörg Seydler (52) vorsichtig: „Ein Saisonziel gibt`s noch nicht. Schließlich haben wir zehn Abgänge zu verzeichnen." Seit gestern nämlich auch klar: Marcel Hensgen (27) ist weg. Seine Hoffnungen auf einen Halbjahresvertrag wurden abgeschmettert. Hensgen enttäuscht: „Die Vereinsführung hat mir gesagt, dass wir nicht auf einen Nenner kommen." Zweiter Keeper wird übrigens Talent Czempik (19).
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    <title>01.07.2009: Oberligisten mit sechs Testspielen</title>
    <description>Bis zum Punktspielbeginn am zweiten Augustwochenende in der Oberliga haben der FC Sachsen und der 1. FC Lok Leipzig je sechs Tests geplant. 
Der FC Sachsen stellt sich einmal am 25. 7. zu Hause im Alfred-Kunze-Sportpark vor. Gegner ist Regionalliganeuling ZFC Meuselwitz. Auswärts treten die Leutzscher am 4. 7. beim FC Salzfurtkapelle, am 8. 7. bei Chemie Böhlen, am 11. 7. bei Eintracht Niedergebra, am 15. 7. bei Union Sandersdorf und am 22. 7. bei Rotation 1950 an.
Der 1. FC Lok startet am 8. 7. beim Dreierturnier in Brachstedt. Am 11. 7. gastiert die Elf beim SV Leuna. Höhepunkt ist am 18. 7. die Partie gegen Bundesligist Bayer Leverkusen (Zentralstadion). Danach spielt Lok am 22. 7. in Farnstedt. Saisoneröffnung im Bruno-Plache-Stadion ist am 25. 7. mit einem Test gegen Fortuna Chemnitz. Vom 13. bis 17. Juli weilt Lok zum Trainingslager in Holland.
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    <title>29.06.2009: Linkert kommt aus Eilenburg zu Lok </title>
    <description>Noch zwei Tage bis zum Trainingsstart des 1. FC Lok. Die Neuzugänge Stöbe, Brodkorb (beide FC Sachsen), Krug (HFC) und Gugna (Blau-Weiß Leipzig) stehen fest. Und nun sickerte noch ein weiterer Name durch: Reimund Linkert (26) wird künftig das Mittelfeld des Oberliga-Dritten der Vorsaison verstärken. Er kommt vom FC Eilenburg, der gerade in die Landesliga abstieg, spielte einst in Dresden (Dynamo, Borea). Seinen ersten Einsatz für die „Loksche" wird er beim SEAT-Cup in Brachstedt (8. Juli, 18 Uhr) haben. Neben dem Gastgeber ist da auch Oberliga-Aufsteiger VfL Halle Gegner.
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    <title>27.06.2009: Lok-Kampfansage an RB Leipzig : "Bayern ist auch nur Zweiter geworden!"</title>
    <description>Der 1.FC Lok Leipzig erlebte die Hölle der Insolvenz, ging durchs Fegefeuer der 11. Liga - und ist doch jedes Jahr ein Stück weiter auferstanden. Pressesprecher Dirk Sander erläutert im L-IZ-Interview, warum der Oberligist trotz Finanzkrösus RasenBallsport e.V. optimistisch in die Zukunft blickt.

Was denken Sie, Herr Sander - wie ehrlich meint es Red Bull mit dem Leipziger Fußball?

Ich habe keinen Zweifel, dass die Leute von Red Bull meinen, was sie sagen. Zweifel habe ich allerdings, ob das Konzept eines Leipziger Retortenvereins einfach so vom Bauplan auf den grünen Rasen gebracht werden kann. Dazu braucht man einen langen Atem. Mindestens ein halbes Jahrzehnt dürfte ja vergehen, bis die Massen die Red-Bull-Arena stürmen. Und woher dann die zigtausend Event-Fußballfans Woche für Woche kommen sollen, weiß ich auch noch nicht. – Ehrlich gesagt, kann ich mir das alles nicht vorstellen. Alle bisherigen Projekte dieser Art in Sachsen sind jedenfalls gescheitert. Otto, Bauernschmidt, Kölmel – immer kamen Leute mit dem großen Geld hierher, versprachen das Blaue vom Himmel und scheiterten letztendlich. Außer Enttäuschung und Wunden ist dann nichts geblieben. Wir bei Lok haben uns deshalb für ein anderes Konzept entscheiden: solide wirtschaften, stetig nach oben, die Jugend fördern, am Image arbeiten und die riesige alte Fangemeinde zurück gewinnen. Schauen wir mal, wer in fünf Jahren mehr für den Fußball getan und Zuschauer im Stadion hat.

Welche Meinung haben Sie über die scheinbar völlig kritiklose Euphoriewelle, auf der die Funktionäre der Stadt und der Fußballverbände (NOFV, SFV) momentan surfen?

Die Stadt hält sich ja bislang recht fair zurück. Über das Agieren der Verbände war ja schon Einiges zu lesen. Wenn der Verbandspräsident in etwa sagt, "naja, der Name RB ist zwar die Umgehung der Regeln, aber he!: Lasst uns mal nicht so kleinlich sein!", dann haben wir da schon ein paar Fragen. Am meisten aber stört mich das kritiklose "Hurra!" einiger lokaler Medien. Das beschränkt sich meist auf die Aussage, Herr Mateschitz sei der Messias und Red Bull die Rettung des Leipziger Fußballs. Dass es bei der Fußballförderung auch um soziale Aspekte geht und ob die Hoffenheimisierung des Fußballs wirklich das ist, was wir brauchen, scheint außer der L-IZ hier kaum jemand diskutieren zu wollen.

Fühlt sich der 1. FC Lok von Stadt und Fußballverbänden im Stich gelassen?

Das würde ich nicht sagen. Der 1. FC Lok hat ja gerade zeigen wollen, dass wir auch ohne fremde Hilfe erfolgreich sein können. Nach den beiden Insolvenzen des Vorgängers VfB war ja auch gar nichts anderes zu erwarten gewesen. Da kann ich schon verstehen, dass es für uns zunächst keinen Bonus gab. – Nach fünf sehr erfolgreichen Jahren und mit dem Einstieg von Red Bull ändert sich die Sache aber! Bei Lok spielen über 250 Kinder und Jugendliche, haben auch viele Eltern, Großeltern, Familien und Freunde eine zweite Heimat. Dazu kommen tausende Fans, die an ihrem Verein hängen und die Freizeit mit dieser Leidenschaft verbringen. Der Verein erfüllt also auch eine wichtige soziale Funktion. Deshalb würden wir schon von unserer Stadt erwarten, dass sie sich gerade jetzt klar zu uns bekennt. Es muss ja kein Geld kosten. Aber ein öffentliches Anerkenntnis unserer Leistung – und vielleicht auch die eine oder andere Hilfe bei unserem Bemühen, den Verein für neue Partner, Förderer und Sponsoren zu öffnen – wären ein Zeichen für uns, dass die Stadt Leipzig unsere Rolle anerkennt und unsere Arbeit schätzt.

Wie demotivierend auf Mannschaft und Verein wirkt die Aussicht, durch RasenBallsport in der kommenden Saison möglicherweise von Anfang an keine Chance auf den Aufstieg zu haben?

Schauen wir doch erst mal, was RB auf die Beine bringen wird. Im Übrigen hat unser Vereinsvorsitzender ja dazu schon alles gesagt: Bayern ist dieses Jahr auch nur Zweiter geworden! Und mit der Motivation hat unsere Mannschaft ja bekanntermaßen ohnehin kein Problem.

Befürchten Sie, dass dem 1. FC Lok durch den neuen Verein die Zuschauer und Sponsoren weglaufen?

Überhaupt nicht. Zuschauer, die heute schon in Liga 5 bei uns sind, kommen immer wieder. Schauen Sie sich mal den Blog zum Stadionumbau auf unserer Homepage an: Das ist eine große Familie, da geht keiner zu RB. Was ich in Sachen Zuschauer viel spannender finde, ist die Frage, wie wir die Leute ansprechen können, die seit der Wende oder seit VfB-Zeiten noch nicht wieder zurück zu uns ins Stadion gefunden haben. Laut Statistik sind das neun Zehntel unserer Anhänger! Denen müssen wir zeigen, dass es wieder Spaß macht, raus nach Probstheida zu kommen. Dass Euphorie und Stimmung jetzt schon im Stadion ist, dass es spannend ist, den weiteren Aufstieg der Lok zu verfolgen und dass ein Nachmittag bei uns im Stadion ein Erlebnis ist. Und was die Sponsoren angeht: Wir bemühen uns sehr, hier immer attraktiver zu werden. Grundsätzlich denke ich schon, dass Sponsoren lieber den Verein suchen, der viele Anhänger, eine große Tradition und Verbundenheit mit Stadt und Region mitbringt. Dazu kommt: Auch wenn die großen Zeiten schon ein paar Jahrzehnte zurück liegen: Lok Leipzig ist ein europaweit bekannter Name! Das müssen und das wollen wir nutzen.

Wie ist Ihre Meinung zum von RB angekündigten Nachwuchszentrum - bluten dadurch die "kleinen" Vereine aus?

Das müssen Sie besser die Trainer und Fachleute fragen. Was ich weiß, ist, dass wir es sogar ohne Sponsoren-Millionen geschafft haben, eine erstklassige Nachwuchsabteilung auf die Beine zu stellen. Die Medien haben ja darüber berichtet, dass wir letztes Jahr die hohe DOSB-Auszeichnung "Grünes Band" erhalten haben – und das als einziger Fußballklub von den bundesweit 50 ausgezeichneten Sportvereinen! Darauf sind wir mächtig stolz. Und es zeigt, dass es vor allem auf gute Ausbilder und echtes Engagement ankommt. Vielleicht macht es den Fußball-Kids sogar mehr Spaß, in einem Verein wie Lok zu trainieren, mit Trainer, Freunden und Familie zu ihren Auswärtspartien zu fahren und ein bisschen mehr Spaß zu haben, als in einer klinischen Jugendfußballschule. Aber nicht, dass ich falsch verstanden werde: Nachwuchsförderung ist sicher immer gut. Aber wir bei Lok müssen Konkurrenz sicher nicht scheuen und können auch als Verein mit Lokalkolorit gute Ausbildung und Erfolg versprechende Jugendarbeit anbieten.

Hätte der 1.FC Lok selbst gern den Sponsor Red Bull an Land gezogen?

Klar! Aber nur mit einem anderen Konzept. Red Bull will selber entscheiden, eigene Leute mitbringen, nicht fremde Konzepte fördern. Lok aber hat eine klare Vereinsphilosophie, die sich auch aus der bitteren Erfahrung der VfB-Insolvenz ableitet: Wir setzen nicht auf Mäzenentum, große Luftschlösser und vereinsferne Entscheidungen. Bei uns geht es nicht um den schnellen Erfolg um jeden Preis. Wir wollen nach oben mit solidem Wirtschaften, gesundem Wachstum und lokal verankerten Strukturen. Und wir machen Vereinspolitik für unsere Mitglieder. Das alles wäre mit Red Bull wohl kaum gegangen.
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    <title>27.06.2009: Ledwoch weg vom FC Lok </title>
    <description>So langsam nimmt das neue Team des 1. FC Lok Konturen an. Allerdings: Rene Ledwoch (25) wird nicht mehr dazu gehören. „Unsere Wege trennen sich", bestätigt Präsident Steffen Kubald (47). „Wir konnten uns nicht auf einen neuen Vertrag einigen." Das Angebot soll allerdings niedriger gewesen sein, als in der letzten Saison. Insofern ist die Entscheidung von Ledwoch, der gerade seinen Schienbeinbruch auskuriert, nachvollziehbar: „Ich hatte drei traumhaft schöne Jahre in einer Supertruppe. Deshalb tut es weh. Und ich bin enttäuscht." Ihm werden nun Kontakte zu RB Leipzig nachgesagt. Rico Engler (22) stürmt indes weiter für die „Loksche"! Nach langem Hin und Her hat sich das Sturmtalent entschieden - u.a. gegen ein Angebot aus Elversberg. Engler: „Ich freue mich auf ein weiteres Jahr bei Lok!"
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    <title>27.06.2009: Ledwoch weg vom FC Lok </title>
    <description>Am Mittwoch ist Trainingsauftakt beim 1. FC Lok. Rico Engler wird dabei sein, entschied sich gestern dafür, seinen Vertrag beim Fußball-Oberligisten bis 2010 zu verlängern. „Wir haben einen Kompromiss gefunden, ich habe etwas zurückgesteckt“, sagte der 22-jährige Stürmer, dem mehrere Angebote vorlagen, unter anderem von Regionalligist Elversberg.
„Jetzt freue mich auf die Saison bei Lok, wir wollen Rasenball Leipzig Paroli bieten, mein Ziel ist der Aufstieg“, erklärte Engler. Deshalb enthält sein neuer Kontrakt auch eine Option. Sollte der Sprung in die Regionalliga gelingen, bleibt der Angreifer ein weiteres Jahr in Probstheida.
Nicht mehr zum Kader von Trainer Jörg Seydler zählt René Ledwoch. Der 25-jährige Mittelfeldmann hatte sich im Mai das Schienbein gebrochen, Lok bot ihm dennoch einen Vertrag zu unveränderten Konditionen an. Ledwoch lehnte ab. „Er hat überzogene Forderungen gestellt“, sagte Lok-Chef Steffen Kubald. Der Klub verhandle derzeit noch mit zwei Akteuren. „Einer fürs offensive Mittelfeld, einer für die Viererkette.“
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